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Warum ich mit meiner Zeit kostbarer umgehen möchte - Gedanken nach meiner Auszeit (Sommer 2018)

Meine Auszeit hat mich nicht komplett verändert. Viel mehr habe ich das Gefühl, dass ich jetzt einfach klarer sehe. Unterwegs habe ich gelernt, auf mein Gefühl zu hören. Meinen Werten Beachtung zu schenken. Für mich klar zu definieren, worauf es in meinem Leben ankommt.


Und ich erkenne klar, was für mich eines der kostbarsten Dinge meines Lebens ist: meine Zeit. Meine Lebenszeit. Die Zeit, die ich hier auf dieser Erde habe. Wir gehen oft davon aus, dass wir 80, 90, 100 Jahre leben werden. Dass wir für alles noch so viel Zeit haben. Doch was, wenn das nicht stimmt? Was, wenn ich alle Vorhaben nicht auf “morgen” verschieben kann? Wenn es kein “Wenn…” mehr gibt?


Oder wir gehen davon aus, dass die Zeit für bestimmte Dinge leider schon vorbei ist. Das wir ab einem bestimmten Alter bestimmte Dinge einfach nicht mehr tun, weil es dafür leider zu spät ist, wir dafür zu alt sind, diese Zeiten vorbei sind. Aber wer bestimmt das? Und warum lassen wir uns diese Vorgaben geben, und setzen uns nicht unsere eigenen?


Ich habe für mich gemerkt, dass ich nicht das Lebe lebe, das ich leben möchte. Ich habe sehr lange meine Zeit mit Dingen verbracht, die für mich jetzt inhaltslos, “Sinn”-los erscheinen. Ich kaufe Dinge, die ich nicht brauche. Ich besitze einen Haufen Kram, den ich nicht benutze. Und sitze hier und frage mich: und jetzt?


Ich liebe mein Leben. Aber ich lebe es nicht. Ich gehe (noch) nicht meinen Weg. Alles, was bis hier hin war, war gut und richtig. Denn es hat mich zu diesem Punkt gebracht. Und wird mich weiter bringen. Und jetzt? Jetzt versuche ich es endlich auf meine Weise, versuche auf mich und meine Werte zu hören. Etwas, dass ich viel zu lange nicht getan habe. Warum? Dafür gibt es ein paar Gründe, über die ich in weiteren Beiträgen schreiben werde. Ich mache mich also weiter auf, meinen eigenen Weg zu finden. Mit diesem Blog. Mit weiteren Reisen, die meinen Horizont weiter öffnen. Mit vielen Gesprächen. Mit Dingen, die mir das Gefühl geben, etwas für die Welt relevantes zu tun. Für die Menschen. Für die Umwelt. Und am Ende damit vor allem auch für mich.


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